Screenreader


Ein Screenreader ist ein Programm, das benötigt wird, um den Bildschirminhalt eines PCs so umzusetzen, daß er von Sprachausgaben oder Braillezeilen Wiedergegeben werden kann.Das Programm kann dabei Text erkennen, Schriftart, -größe und -farbe und weitere Attribute wie Fettschrift oder Unterstreichungen erkennen und für die jeweilige Ausgabeart (Großschrift, Braille oder Sprache) umsetzen. Auch kontrollkästchen, Schaltflächen oder Bitmaps können erkannt und wiedergegeben werden. Nicht berarbeiten kann ein Screenreader allerdings rein grafische Elemente. Ist der Text eine Grafik oder enthält die Grafik den Text, so kann der Reader damit nichts anfangen, wie auch Bilder natürlich nicht wiedergegeben werden können.


Braillezeile

Eine Braillezeile zeigt den vom Screenreader umgesetzten Bildschirminhalt in Brailleschrift - auch Punktschrift genannt - an. Es gibt Zeilen mit 20, 40 oder 80 Zeichen (Module). Jedes einzelne Zeichen (Buchstaben, Satz- oder Sonderzeichen) wird aus einer Matrix aus 8 Punkten gebildet, je 2 Punkte nebeneinander und je 4 untereinander. Die beiden unteren Punkte werden nur zur Kennzeichnung von Zahlen, Unterstreichungen oder Großbuchstaben genutzt. Die einzelnen Punkte werden durch Stifte, die hoch- oder heruntergefahren werden, sichtbar gemacht. je nachdem, welche Punkte sichtbar sind, ergibt sich ein tastbares Zeichen, die Punktschrift.

Über Schieber oder Schaltknöpfe kann der Benutzer den bildschirminhalt nun Zeile für Zeile auslesen. Über jedem Modul befindet sich ein Druckknopf, mit dem der Cursor positioniert oder ein mausklick ausgeführt werden kann.


Großschriftprogramme

Großschriftprogramme sind Software, die einen Teil des Bildschirms in vergrößerter Darstellung wiedergeben. Die Größe der Darstellung ist dabei individuell einstellbar. Weiterhin können - je nach Programm - Schriftart, Schriftfarbe und Hintergrundfarbe verändert werden. Es gibt Programme, die einzelne, durch Schieber oder Tasten anzusteuernde Bildschirmzeilen vergrößern, andere Programme vergrößern den kompletten bildschirminhalt, so daß nur ein Teil des Inhaltes sichtbar ist. Ist das Programm so eingestellt, daß der Focus verfolgt wird, wird immer der aktive Bereich des jeweiligen Programmes vergrößert dargestellt. Bei aktiver Focusverfolgung wird z B. in einer Textverarbeitung dann immer der Bereich der Schreibposition vergrößert, da Focus und Cursor übereinstimmen. Wird ein Menü aktiviert, springt der Focus auf einen Menüpunkt und dieser wird vergrößert angezeigt. Mit der sogenannten "Lupenfunktion" ist es möglich, den vergrößerten Bereich unabhängig von Docus oder cursor horizontal und vertikal zu verschieben, um so den gesamten Bildschirm auszulesen.